Bestimmt das Essen….

Übelkeit,Kreislauf,Schüttelfrost, meine derzeitige Situation ist alles andere als prickelnd. Zwei Sitzungen beim Arzt, der mir rät doch nochmal ein Ei zu essen. Ich lehne dankend ab. Urintests, Ultraschall: keine Gallensteine, super Leber, “Wunderschöne” Schilddrüse und ne prima Aorta, Nieren auch ok, kein Harnwegsinfekt, keine Schwangerschaft, Blutbild kommt dann morgen…mein Arzt tappt im Dunkeln, dafür scheinen aber nahe Familienmitglieder und einige Freunde bzw. Bekannte genau zu wissen, was des Pudels Kern ist. “Das ist doch bestimmt wegen deiner Ernährung, da fehlen dir ja so viele Nährstoffe und Vitamine.”. Dem ein odewr anderen Onkel, der gern Dr. House schaut, fällt auf, bestimmt sind das die zwei essentiellen Aminosäuren die Veganer nicht mehr zu sich nehmen, davon hab ich schon gehört.

Nicht dass es mir seelisch schlecht ginge, im gegenteil, aber ich bin etwas enttäuscht, dass die Mehrheit der Menschen um mich herum auf meine Ernährungsweise als Auslöser meines Unwohlseins tippt, als auf Burn Out. Selbst Schwangeschaft lag ganz weit hinten im Feld der Möglichkeiten.
Morgen kommt mein Blutbild und meine Blutanalyse, die hoffentlich demonstrieren wird, dass alles in Ordnung ist. Man kann auch als Veganer überleben. Alles bis auf B12 ist durch andere Nahrungsmittel nicht tierischen Ursprungs supplementierbar, aber B12 steckt in vielen Multivitaminsäften oder Cornflakes, denen es zugesetzt wird. Auch alle essentiellen Aminosäuren werden durch eine vegane Ernährung geliefert.

Es gibt Kulturen vor allem im asiatischen Raum, die sich seit Jahrhunderten sich vegan ernähren und oh mein Gott, die Menschen haben aller omnivoren darwinistischen Theorien zum Trotz ÜBERLEBT!!!!!!
Ich denke mal, dass ich das dann auch hinbekomme, trotz kleinem Mageninfekt.

Einen schönen Abend euch!

Ich und die Milchsäure

nein, ich muss nicht stillen, alle Männer können beruhigt weiterlesen. Allerdings habe ich mich oft vor dem ein oder anderen Glas Oliven oder einer Packung Gnocchis oder Roggenmischbrot gewundert. Milchsäure….klingt nicht lecker, aber irgendwie auch nicht so, als ob das irgendwie mit reingehört. Vielmehr weil es mich stört lecker eingelegte Oliven mit Milch in Verbindung zu bringen. Aaaaaber nach eingängiger Recherche im Netz und dem Durchlesen einer recht wissenschaftlichen Chemieabhandlung bei Wikipedia, dem Durchforsten mehrer Foreneinträge in einschlägigen Austauschmedien sowie dem Rezipieren von einigen Produktanfragen, erlangte mein nun hoch erhitztes Gehirn endlich Einsicht. Aaaaalso:

1. Milchsäure heißt wohl Milchsäure, weil sie, na wer hätte es gedacht, in der Milch vorkommt und diese dort bei der so genannten Milchsäuregärung auch zuerst wohl entdeckt wurde, als irgendeine Sau seine Milch hat nachts stehen lassen, so oder so ähnlich. ;)  

2. Milchsäure entsteht durch Bakterien, weil die irgendwie Zucker fressen. So meine Beschreibung für debile Chemieversteher wie mich ;)

3. Milchsäure ist wohl laut Aussagen der meisten Veganer im Netz zu 95% vegan, da die Herstellung von Milchsäure mittels Melasse oder andewrem Zucker viel günstiger bei der Herstellung ist, als die Isolierung dieser aus Molke.

Gut. Dem letzten Zweifler sei nahe gelegt, er möge sich an betreffende Firmen, wie Dittmann (die ein olivenmonopol meiner Meinung nach haben), wenden und ein PA (Kurzform für Produktanfrage) stellen. Da mir das zu aufwendig ist bzw. ich zu faul, lese ich meist nach erfolgreichem Googeln die bereits gestellten PAs in den einschlägigen Veganerforen durch. Ergebniss: Dittmannoliven sind vegan und dennoch teurer als die von K-Klassik.

Also wenn ihr euch net sicher seid und keine Produktanfrage (PA) im Netz findet, dann selbst eine machen oder auf ein anderes Produkt umschwenken. Dabei wünsch ich euch viel Spaß und einen schönen Start in die neue Woche. Ich mümmel jetzt erstmal Oliven! :)

Leckers Teil

was mein Freund mir da am Sonntagnachmittag servierte. Selbstgemacht versteht sich, aus Blätterteig, Erd- und Himbeeren, Äpfeln und Schokotropfen. Lecker, lecker sag ich da nur und es zeigt auch mal wieder, vegan Backen ist gar nicht so schwer, auch für Omnis nicht, man muss nur ein wenig kreativ sein.:)

Entäuschend hingegen, wenn man in ein Lokal geht wo es schon kein veganes Gericht an sich gibt und dann aber auch der Salat nicht vegan ist. Angeblich hatten die guten Leute nur Joghurtdressing (ihr so genanntes Hausdressing), vermutlich aus der Flasche, wenn sich im gesamten Küchenbereich kein Essig und Öl sicher stellen lässt. Traurig, dass es sowas noch gibt.Dann gab´s halt ne Apfelschorlendiät und später Pommes am nächsten Imbiss, auch nicht grade toll, wenn auch lecker, aber gesund definitiv nicht sonderlich. Wobei ich mich über den ein oder anderen veganen Burger in Jena schon mal freuen würde, aber das ist wohl noch Zukunftsmusik.

Einen schönen Donnerstag wünsch ich noch und immer dran denken, in zwei Tagen ist Wochenende!

Grillsaison, Berlinausflug und Seitangulasch

Der Titel fasst grob zusammen, was sich in den letzten Wochen bei mir so abgespielt hat. Ich war im Urlaub und hatt kurz danach einiges auf Arbeit zu tun, so dass ich abends meist zu erledigt war, um noch was schriftliches zu Stande zu bringen. Dennoch habe ich fleißig gesammelt.

Als Vorbereitung zur Eröffnung der Grillsaison, wurd fleißig mariniert, geschnippelt, eingefettet und gewickelt, was das Zeug hielt. Vor allem die Maiskolben, von denen ich einen konventionell mit Magarine und Kräutersalz bestrichen und den anderen mit Kräutertapenade mariniert hatte, waren sehr sehr lecker. Mein veganer Kartoffelsalat kam bei unseren Gästen ebenfalls sehr gut an, was mir wieder zeigte, dass Pinienkerne mittlerweile zu meiner Geschmackswunderwaffe in der Küche zählen. Sehr lecker und eine ebenfalls gute Fleischalternative zum Grillen, die dabei noch leicht zu machen ist, sind “Gemüsebomben”. Dem ein oder anderen mögen diese unter Fetabomben bekannt sein, allerdings lässt sich der Feta hier auch aussparen. Einfach das Gemüse welches man am liebsten mag kleinschnippeln, dann mit Kräuternn und Öl oder einer fertigen Kräutertapenade mischen,nach Lust und Laune ein paar Kerne oder Nüsse dazu und dann gut in Alufolie einwickeln. Das ganze dann auf den Grill legen und schön durchziehen lassen, dass ganze ist dann wie eine kleine Gemüsepfanne und wirklich lecker.

Mein Urlaub führte mich zunächst nach Berlin. Vorher hatte ich mich bei Happy Cow über gute Essensmöglichkeiten und vegane Shops in unserer Hauptstadt informiert und stieß dabei auf den Laden Veganz, welcher Bäcker, Shop, Cafe und Open-Kitchen zugleich darstellt. Auf dem Hinweg kamen wir erstmal schön in einen Regenguss, so dass wir völlig durchnässt und tropfend ankamen.  Angekommen im Veganz bestellten wir Kuchen und Chai Latte, wurden mit Handtüchern versorgt und kamen mit dem Chef ins Gespräch. Das Konzept des Ladens hat mich wirklich beeindruckt. Vom Chef erfuhren wir viel über die im Shop angebotenen Produkte und über die Zutaten für die einzelnen furchtbar leckeren Kuchen- und Tortenstücke, die wir uns reinmümmelten. Anschließend lud er uns am nächsten Tag zum veganen Brunch ein und wir folgten dieser Einladung sehr gerne. Ich aß am nächsten Tag so viel ich konnte, nicht, weil ich sozusagen was für “mein Geld” bekommen wollte, sondern weil ich alles probieren wolllte und es war wirklich fantastisch. Es gab Rohkostbrot aus Nüssen, Sojagyros und Rührtofu, unzählige ausgefallene Salate, Humus und weitere leckere Dips, lecker belegte Canapés u.v.m. Der Koch hatte sich selbst übertroffen, am besten schmeckte mir ein Desert, welches aus Chiasamen und einem Fruchtsalat bestand und sehr frisch und fruchtig schmackte, die Chiasamen gaben dem ganzen einen getreidigen Geschmack, was hervorragend harmionierte.

In Berchtersgarten war ich dann für eine Woche in einem Wellnesshotel im Urlaub. Ich hatte vorher schon dort angerufen, um abzuklären, ob es möglich wäre, dass ich abends beim Menü eine vegane Variante bekommen könnte und siehe da, es gab für mich eine vegane Vorsuppe, ein veganes Hauptgericht und lecker Obstsalat zum Nachtisch. Ich war glücklich und meine Waage auch, denn die hat mir heute verraten, dass ich bereits 7,7 Kilo seit dem 1. Januar abgenommen habe und ich kann euch verraten, ich esse und esse und esse und esse und genieße es einfach. So habe ich dann schließlich am Ostermontag für einen Freund gekocht, der der Meinung war das veganes Essen nicht sonderlich gut schmecken kann. Meine gefüllten Paprika und mein Seitangulasch haben ihn dann allerdings vom Gegenteil überzeugt und er leckte fast die Pfanne aus. Wieder einmal konnte ich also einen weiteren Freund zeigen,d ass die vegane Küche viele jkulinarische Möglichkeiten bietet.

Euch noch ein schönes Wochenende!!!!!

Unbewusste Sünden…

Irrtümer gibt es immer wieder und leider musste ich erneut feststellen, dass ich mich in einigen Produkten, welche ich für vegan hielt und verzehrt habe, getäuscht hatte. Unter anderem die Produkte von Vegetaria, welche man problemlos bei Kaufland, Globus und anderen größeren Lebensmittelmärkten erhält. Das Vegischnitzel habe ich geliebt. Leider musste ich jedoch jetzt bei näherem Hinsehen feststellen, dass sich Eiklar in diesem Produkt befand und somit erübrigt es sich mein Schnitzelbild als vegan zu bezeichnen, denn in diesem Fall war es leider “nur” vegetarisch. Auch bei den Eszetschnitten in Zartbitter machte ich diesen Fehler, denn obwohl ich mir die Produktinformation mit Zutatenliste auf der Rückseite betrachtet hatte, entging mir leider das Butterreinfett. Zwei Schnitten waren schon verdrückt, als mich meine omnivore Kollegin darauf aufmerksam machte. ;) Bei Waffeln erging es mir ähnlich. Endlich glücklich in der Gebäckabteilung wenigstens eine Sorte an süßen Leckerein gefunden zu haben, stellte sich kurz nach dem Verlassen der Kasse heraus “Eigelbpulver”. Damit wurden sie zum schönen Geschenk für meine lieben Kolleginnen, die sich auch gleich darüber hermachten, als hätten wir soeben den dritten Weltkrieg beendet und endlich stünde mal was “Vernünftiges” auf dem Tisch. Tja des einen Leid, des anderen Freud. Dennoch plagt mich kein schlechtes Gewissen, denn Fehler sind normal und gehören zum Lernprozess dazu und da ich ja noch immer kein Studium in Ernährungswissenschaften abgelegt habe, muss ich mich weiter als improvisierter Sherlock Holmes der Ernährung durchschlagen. Manchmal überfluten einen die Lebensmittelhinweise auf einer Packung geradewegs. Auffällig ist nur, dass es das Ei an sich scheinbar nur noch in Pulverform zu geben scheint. Von frischen Eiern kann man in den meisten Backwaren oder Majonaisen nur noch träumen. Eigelbpulver, Eiklarpulver, Volleipulver, Eipulver etc. Laut der Lebensmittelindustrie staubt es ganz schön, wenn so ein Huhn sein Ei legt. :D Mit Milch ist das übrigens nicht anders Süßmolkepulver, Molkepulver, Milchpulver etc. Solltet ihr euch irgendwann mal über Smog wundern, so würde ich das, an eurer Stelle, der Landwirtschaft zuschreiben :P

Naja zum Glück gibt es ja noch Gerichte die mir gänzlich ohne untergejubelte Pulver und Fette gelungen sind, also das Schnitzel nicht, das nehmen wir dann mal als vegetarischen Serviervorschlag. Die Bratkartoffeln mit Räuchertofu (als Schinkenersatz sehr zu empfehlen!) mit Gemüse in Sojasahnesoße und die Nudeln mit Bärlauchgemüse und Paprikatofu hingegen sind komplett vegan. Wer von euch Bärlauch liebt, dem kann ich nur empfehlen sich ein Glas Bärlauchpaste, aus frischem kalt verarbeiteten Bärlauch bestehend, im Bioladen zu holen. Das was ich benutzt habe war aus dem Bio Basic Supermarkt in Frankfurt, aber auch in den kleineren Bioläden findet sich sowas. Jedenfalls ist es perfekt zum verfeinern von Soßen, Suppen, Dips und Gemüsegerichten!!!!!

Euch allen einen schönen Start in die neue Woche!

Nachträge zu Frankfurt

Nach der Vorstellung sämtlicher Schlemmereien, die in Frankfurt so aufgetischt wurden, habe ich gänzlich vergessen davon zu erzählen, wie ich mich auf die Suche nach dem ersten deutschen reinen Vegan-Laden gemacht habe. Dieser wurde nämlich1993 gegründet und besteht immer noch, dank Onlineversand.Jedenfalls habe ich dort alle möglichen Leckereien gekauft, wie zum Beispiel veganes “Bounty” (mmmmhhh lecker!), Reismilchschokolade, einen veganen Mandelkeks mit Schoki, Tofu im eigenen Saft geschmorrt, vegane Gummitierchen und diverse Käsealternativen.

Die erste Alternative nämlich der Pizzakäseersatz war jedoch furchtbar. Der bestand nämlich aus modifizierter Stärke und Kartoffelflocken, schmolz gar nicht auf der Pizza und hatte den Geschmack einer alten Stinkesocke. Treffender kann ich es wirklich nicht beschreiben. Der zweite Käseersatz war aus Soja mit Bärlauch sowie Bockshornklee abgestimmt, aber auch hier ein etwas eigenartiger Neben- bzw. Nachgeschmack, was nicht an den Kräutern liegt, wie ich meine. Dennoch halbwegs essbar. Den dritten Ersatzkäse, eine Art veganer Frischkäse mit Knoblauch und Kräutern habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt, aber das kommt noch.

Jedenfalls war meine Kaufwut in dem wohl ca. 10 Quadratmeter großen Laden so bestärkt, dass ich ca. 40€ gleich mal dort ließ und noch an einer Unterschriftenaktion für Stadttauben teilnahm. In der Nähe des Veganshops (Höhenstraße 50, Frankfurt am Main), befand sich auch der Basic-Biosupermarkt, den es wohl in vielen Großstädten schon gibt, leider nicht in Jena. Da habe ich dann ebefalls bei den Tofuprodukten zugeschlagen und ging schließlich fast völlig pleite zurück zur Wohnung von Christopher, dem Freund den ich dort besuchte.

Sonntagmittag haben wir uns an das Lupinenfilet gewagt und waren nicht sehr überrascht. Es war von der Konsistenz nicht wie Hühnchen, eher wie andere Sojanachmachfilets. Aber es war äußerst gut gewürzt, nur leider auch etwas trocken, was aber auch daran liegen kann, dass ich es vielleicht zu lange angebraten habe, wer weiß. Jedenfalls blieb das erhoffte überwältigende Geschmackserlebnis für 3,49€ leider aus. :( Aber wir wollen unbedingt noch den Lupinengyros probieren, vielleicht ist der ja anders. Ansonsten wäre noch zu überlegen Lupinen auf unseren Balkon zu züchten. ;)

Einen schönen Abend euch allen!

Funkstille beendet

versprochen! Doch die letzten Wochen waren  äußerst ereignisreich. Neben der hervorragenden Nachricht, dass ich zwei Bandscheibenvorfälle habe, hatte ich alle Hände auf Arbeit und auf kleinen Wochenendreisen zu tun. Dennoch wurde weder das Kochen noch die vegane Ernährung an sich vernachlässigt.

Am ersten Märzwochenende war ich in Frankfurt am Main bei einem Freund zu Besuch, der selbst vegetarisch lebt. Er kreeiirte dem entsprechend auch vegetarische Gerichte zu seiner Party und ich steuerte ein paar vegane Leckereien dazu. Highlight dabei war die von Sabine und mir längst angekündigte und auch erstellte Schokoladenbuttercremetorte. Die war natürlich nicht mit Butter sondern mit Magarine und Sojamilch gefertigt, schmeckte saulecker und füllte den Magen wie eine richtige Buttercremetorte. Aus dem ehemaligen Himbeerfrosting, welche sich für die Cupcakes gemacht habe, hatte ich kurzentschlossen Sorbee gemacht, nachdem sich die Sojaschlagsahne trotz 5 Packungen Sahnesteif, nicht entschließen konnte richtig fest zu werden. Dann gab es noch einen “versunkenen Gemüsestrudel”, versunken deshalb, da der Blätterteig leider nicht richtig aufging.  ;)

An diesem Wochenende hatte ich erneut eine Einladung zu einem Geburtstagsbrunch und habe dazu einen Himbeersahnebiskuitkuchen beigesteuert, welcher erfolgreich probiert udn verspeist wurde. :D Der Kommentar des Gastgebers war: “Oh wow das schmeckt ja wie richtiger Kuchen, hätte ich nicht gedacht, da der ja ganz ohen Geschmeck ist, also ohne Eier und so.” :) Naja Toni, ich weiß wie du´s gemeint hast. ;) Jedenfalls erscheint mir vegan backen absolut problemlos, dass ist überhaupt kein Problem.

In der nächsten Woche wollen mein fast vegetarischer Freund (ja ihr habt richtig gehört, es gibt kein Fleisch mehr in unserem Haushalt!!!) und ich mal Lupinensteaks ausprobieren. Laut Ernährungswissenschaftler kommt das angeblich der Fleischkonsistenz am nächsten und soll geschmacklich dem Hühnchen ähnlich sein. Ich glaub ich weiß gar nicht mehr, wie Hühnchen eigentlich schmeckt… :) Auf alle Fälle könnte die Lupine in Zukunft eine ernstzunehmende Rolle in der Nahrungsmittelbranche spielen. Im Moment sind Lupinensteaks noch ziemllich teuer und liegen bei über 3€, da sie leider noch viel zu selten angebaut werden, also die Pflanzen ;) , aber vielleicht ändert sich das ja auch bald. *hoff* Einen sehr guten kleinen  Bericht zu Fleischalternativen, in dem unter anderem auch die Lupine Erwähnung findet, gabs im Februar beim Bayrischen Runfunk. Wirklich sehenswert und für alle interessant, die sich generell mit Ernährung, Kochen und leckerem Essen beschäftigen.

Fleischalternativen im Test

Ansonsten kann ich euch ncoh mitteilen, dass trotz meiner kurzzeitigen Unbeweglichkeit und meinem dadurch erzwungenen Sportausfall dennoch wieder ein Kilo gepurzelt ist. Zwar sehe ich außer auf der Waage noch keine Veränderung, aber das ist vielleicht auch normal, wenn man täglich seinen Hacknüschel im Spiegel sieht. ;)

So dann wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende. Am nächsten Wochenende werd eich mich auf der Leipziger Buchmesse mal umschaun, ob denn die vegane Lobby auch schon im literarischen Messwesen ihren Einzug gehalten hat. :D

Potraviny v České republice

Der Grund warum ich mich solange nicht gemeldet habe, ist der, dass ich seit vier Tagen in meinem wohlverdienten Urlaub in Tschechien weile. Wobei weilen gut ist, ich habe mich zum ersten Mal in meinem Leben auf Skier begeben, Langlauf wohl gemerkt, man soll ja klein anfangen, und quäle mich hier fast jeden Tag ab. Aber es macht Spaß. Neben all dem Sport, bei dem mir noch nicht richtig der Erholungsfaktor eines Urlaubes einleuchten will, aber mein Freund schwört drauf, wird natürlich auch die Kultur und allen voran die Esskultur nicht außer Acht gelassen. Fast jeden Tag kochen wir uns was leckeres zusammen, von Nudel-Tofu-Auflauf, über Kartoffeln in Pestosahnesoße (vegane Sahne von Provamel) mit Nusstofu (mmmh lecker!!!!) bis hin zu Couscous mit arabisch gewürzter Gemüsepfanne!

 

Bei unserem ersten kulturellen Ausflug in die Stadt Cesky Krumlov, entdeckten wir auch zugleich ein vegetarische Restaurant, welches wir sogleich halbverhungert aufsuchten. Obwohl das Mittagsgeschäft schon abgeschlossen war (14:30 Uhr !!!) wurden wir herzlichst empfangen und bekamen sogleich zwei kleine Schüsselchen mit der Tagessuppe auf Kosten des Hauses. Diese war superlecker, indisch anmutend gewürzt mit einer sehr abenteuerlichen Gemüseeinlage die da war: Mais, rote Bohnen, Brokkoli und Weißkohl. Danach gab´s für meinen Freund ein veganes Chili sin Carne, ebenfalls grandios gewürzt und mit viiiiiiiel roten Bohnen und für mich gab´s einen indischen Teller, auf dem sich zum einen geschmortes Gemüse (Kohl, Kartoffeln, Möhren, Paprika, Brokkoli etc.) mit leichter Curryzitronengrasnote sowie ein leckeres Linsendahl mit einer sehr zitronigen Note und definitiv ordentlich Kurkuma (was ich persönlich sehr liebe) dran. Ich glaube ich weiß, was einige von euch denken und lasst es mich euch abnehmen: “Erbsen, Bohnen, Linsen bringen den Arsch zum Grinsen!” ;) Über dererlei Beschwerden kann ich jedoch nicht berichten. ;) Fakt ist jedoch, dass es viele vegane Gerichte auf der Karte gab und bei vegetarischen Gerichten auch auf Joghurt oder Käse verzichtet werden konnte, wenn man dies wünschte, also ideal für alle Gruppe die gerne auf Fleisch verzichten. :) Alles in allem war es ein gelungenes Essen und ich kann euch allen dieses kleine etwas versteckte, dennoch gut ausgeschilderte Restaurant sehr empfehlen, solltet ihr mal vorhaben euren Urlaub ind er Nähe von Cesky Krumlov zu machen, was ich ebenfalls sowohl für Winter- als auch Sommertouristen empfehlen kann, denn es gibt hier eigentlich nichts, was man nicht machen kann.

Ich entpsanne dann mal weiter beim Langlaufen ;) und wünsche euch allen noch eine schöne Woche!!!

das perfekte Wochenstartdinner

Am Sonntag war es nun endlich soweit und ich wagte mich mit meiner besten Freundin an das spannende Experiment vegane Cupcakes zu backen. Für alle die sich nichts darunter vorstellen können, Cupcakes sind Muffins mit einem Topping, dem so genannten Frosting, obendrauf und nochmal um 100% leckerer als der gemeine Muffin an sich ;) .

Wir hielten uns dabei an ein Rezept aus Kim Wonderlands Backbuch Vegan Wonder Cakes und stellten zunächst einen leckeren Schokoteig her, den wir mit Rohrzucker süßsten und mit jeder Menge Kakao und geschmolzener Schokolade veredelten, bis er richtig schoko-schokoladig war. Den gaben wir dann in kleine Muffinförmchen, die wir immer nur zur Hälfte befüllten, da der Teig ja im Backofen nochmal explosionsartig nach oben quillt und wir jegliche Schweinerei vermeiden wollten. :D

Als wir die bis dato Muffins im Ofen hatten, begannen wir mit der Herstellung des Frostings, welches man dann übrigens im fertigen Zustand auch gerne pur als Desert genießen kann; das habe ich zumindest mit dem Rest so gemacht, man soll ja nix umkommen lassen. 500ml Sojaschlagsahne (aus dem Onlineshop) werden aufgeschlagen und mit dem Inneren einer Vanilleschote verfeinert, dann noch drei EL Erdbeermarmelade und dann eigentlich 150g kleingemixte gefrostete Erdbeeren, aber ich hatte im Supermarkt nur Himbeeren kaufen könnenund so gabs kleingehäxelte Himbeeren und das Ganze wurde dann ordentlich vermischt und es war ein Traum!

Als die bis dahin immernoch Muffins ausgekühlt waren haben wir die Creme in eine Tülle gegeben und die Muffins damit verziert, mehr oder weniger. Die Talente waren dabei ganz unterschiedlich. Ich denke das meine beste Freundin und ich uns darauf einigen konnten, dass mein Freund, der uns beim Verzieren half, am meisten Talent dafür hatte, dafür sind wir die ungebrochenen Königinnen der akuraten ästhetischen Streuselverteilung! Yeah!!!

Gestern gab es dann ein erneutes Kochexperiment aus dem guten alten Kochbuch Attila Hildmanns Vegan for Fun, unzwar veganen Döner. Zusammen mit Freunden, deren Ernährungsgewohnheiten queer Beet gingen, versuchten wir ein so ursprüngliches Fleischgericht in guter Qualität vegan herzustellen. Es ist uns denk ich gelungen. Mit leckerem Salat und Fladenbrot hat man da ja schon halb gewonnen. Nun bedarf es noch einer Soße, wir stellten zum einen die leichte Currysoße (so würde ich sie bezeichnen) von Attila her, sowie ein weite tzazikiähnliche mit viel Knoblauch angereicherte Soße. Grundbasis für beide Soßen bildete Sojajogurth. Da dieser auch im naturellen Zustand oft eine sehr süße an Vanille erinnernde Geschmacksnote hat, ist es gut, wenn man diesen, bei herzhaften Soßen oder Dips mit etwas Zitronensaft (frisch gepresst am besten) abmildert bzw. auffrischt. Als Fleischersatz wurde Seitan benutzt, welcher in sehr sehr Dünne Scheiben geschnitten und mit etwas Salz sowie Zwiebeln angebraten wurde.  Seitan ist aus Weizeneiweiß gemacht und hat eine sehr fleischähnliche Konsistenz. Es ist weitaus zäher als Tofu und im Geschmack auch kräftiger. Wie man sich denken kann, nix für Glutenallergiker. ;) Unser Ergebnis konnte sich sehen und vor allem schmecken lassen. Ich hab mal gleich zwei verspeist, also im Endeffekt einen Riesendöner und zum Nachtisch gabs dann noch die restlichen Cupcakes vom Vortag. Alles in allem hätten wir wohl das Perfekte Dinner damit locker gewonnen. ;) Zumindest hat es allen super geschmeckt und schnell ging es auch, wenn erst das Gemüse geschnippelt ist, dauert es noch 15 Minuten für den Rest und dann kann man schon genüsslich reinbeißen.

Alles in allem ein super Start in die Woche wenn ihr mich fragt. So kanns doch weitergehen! :D

Einen schönen Wochenbeginn euch allen!

……………………..Moby……………………

Das Käseexperiment

Am Donnerstag erhielt ich ein feines Päckchen von Vegan-Wonderland mit dem im Netz viel besprochenen No-Muh-Chäs mit Kräutern. Für 200g zahlt man stolze 5,89€, da ist der Anspruch schon hoch. Nachdem der Cheezly ja leider nur zum Überbacken geeignet war, aufgrund seiner etwas “staubigen” Konsistenz, setzte ich nun all meine Hoffnungen in den No-Muh-Chäs. Um bei diesem auf Nummer sicher zu gehen, habe ich ihn gleich mit Kräutern bestellt, denn falls dieser geschmacklos sei, hätte er wenigstens ein wenig Kräutergeschmack. Nun zum Resultat: Von der Struktur brüchig, ähnlich wie Hartkäse, aaaaaaaaaaaaber saulecker!!!!! Geschmacklich nicht ganz wie Käse, aber schon sehr ähnlich.

Um das ganze noch richtig lecker zu gestalten, war ich heute beim Biobäcker, wo ich mich mal richtig beraten lassen habe. Leider werden dort die Mohnzöpfe mit Honig gebacken, was mir auch neu war, aber dafür wurde ich mit einem superleckeren Pusztabrötchen mit deliziösem leicht scharfen Paprikageschmack (inkl. Paprikastückchen im Teig, der Wahnsinn!) entschädigt. Dies in Kombination mit dem No-Muh-Chäs war ultralecker. Ich bin am Abendbrotstisch fast abgehoben.

Dann gabs heute im ersten Fairtradeladen Thüringens, dem Grünschnitt”,  mit angeschlossenem Cafe meinen ersten veganen Cappucino meines Lebens, mit Hafermilch und der war wirklich BESSER als jeder normale. Früher hab ich mir oft einen Milchkaffee mit Zimtsirup oder Caramelsirup reingeknallt, aber beim Hafermilchcappucino war das nicht nötig, da er eine sehr angenehme Süße hat und dadurch äußerst mild ist, aber dennoch nicht den schönen leicht herben Kaffeegeschmack verliert. Kann ich allen sehr empfehlen! Dagegen schmeckt Hafermilch pur, naja wie soll ich sagen, zum Kotzen :D . Aber mit Kaffee ist sie super, dennoch wird sich wohl nicht nochmal eine Packung Hafermilch zu mir verirren, sondern eher ich mich ins Cafe “Grünschnitt” ;) .

Jetzt ist erstmal Basketballabend mit meinen “Jungs”, ja alles männliche Freunde, ihr könnt mich beneiden ;) , angesagt. Ulm gegen Bamberg, dazu gibts leckere Bioguarana Cola und Salzbretzen und Tortillachips.

Ein Prosit und einen schönen Samstagabend euch allen!!!